Hinweis für Gäste
Um an den Diskussionen teilnehmen zu können, musst Du angemeldet sein.
Hier geht es zur Anmeldung.
Noch kein Mitglied? Starte hier!.
Fragenübersicht Wirtschaftsnobelpreisträger warnt vor Christian Lindner als Finanzminister. - Was sagst du dazu?
Anfang-207 - 26 / 26 Meinungen
6
27.10.2021 15:54 Uhr
Nachdem ich jetzt den Originalartikel gelesen habe: Die halten ihn für gefährlich. Sie haben dafür sogar noch mehr Gründe als die, die ich bisher schon hatte.
27.10.2021 17:17 Uhr
Zitat:
Sie plädieren dafür, dass die Grünen den Finanzminister stellen.


Selten so gelacht. Egal was man jetzt vom Herrn Lindner hält, aber was bitte empfiehlt einen Herrn Habeck ausgerechnet als Finanzminister?
27.10.2021 17:22 Uhr
Zitat:
aber was bitte empfiehlt einen Herrn Habeck ausgerechnet als Finanzminister?


Das:
https://www.youtube.com/watch?v=DUDDweD1mFY
27.10.2021 17:34 Uhr
Wenn nicht Lindner, wer dann? Das ist keine Aussage "pro Lindner". (Das ist eine Aussage "contra Ampel")
27.10.2021 17:41 Uhr
Warnung? Das verkennt, dass auch das Finanzministerium nicht von einem Mann allein geführt wird. Das Team drumherum ist viel entscheidender. Und auch Kanzler und Kabinett dürften da noch Möglichkeiten haben Kurse zu korrigieren, die auf falsche Gleise führen. Insofern sehe ich das etwas entspannter. Ich kann sowohl mit Lindner, als auch mit Habeck leben und schaue einfach mal, was da rauskommt.
27.10.2021 17:52 Uhr
Zitat:
aber was bitte empfiehlt einen Herrn Habeck ausgerechnet als Finanzminister?


Nichts. Die Forderungen gegen Lindner sind rein ideologischer Natur. Einfach mal nachrecherchieren, welche "Ideenfabriken" etc. zum Milieu des hier genannten Nobelpreisträgers gehören, da hat man keine Fragen mehr. Man hofft aber natürlich darauf, dass da keiner weiterliest und man mit "Nobelpreisträger" im Prinzip jedes Gegenargument sowieso schon geschlagen hat.
27.10.2021 17:54 Uhr
Zitat:
Zitat:
aber was bitte empfiehlt einen Herrn Habeck ausgerechnet als Finanzminister?


Nichts. Die Forderungen gegen Lindner sind rein ideologischer Natur. Einfach mal nachrecherchieren, welche "Ideenfabriken" etc. zum Milieu des hier genannten Nobelpreisträgers gehören, da hat man keine Fragen mehr. Man hofft aber natürlich darauf, dass da keiner weiterliest und man mit "Nobelpreisträger" im Prinzip jedes Gegenargument sowieso schon geschlagen hat.

Hast du den Artikel (Original) gelesen?
27.10.2021 18:28 Uhr
Stiglitz hat im Gegensatz zu Lindner auch Ahnung von Politik. Aber on ein Grüner im kap. Kasino soviel besser ist wage ich zu bezweifeln.
27.10.2021 18:44 Uhr
Zitat:
Hast du den Artikel (Original) gelesen?


Ja.
27.10.2021 18:45 Uhr
Zitat:

Ja.

Wie kommst du dann zu der Aussage, es gehe nur um rein ideologische Forderungen?

Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 27.10.2021 18:46 Uhr. Frühere Versionen ansehen
27.10.2021 19:13 Uhr
Dass die FDP nicht von jedem gemocht wird, ist jetzt kein Geheimnis.
27.10.2021 20:08 Uhr
Auf den ersten Blick erscheint das bedenklich, dass Wissenschaftler mit offensichtlicher Kompetenz vor dem finanzpolitischen Programm der FDP warnen. Aber auf den zweiten Blick ist klar, dass es sich hier um linke Ökonomen, um Keynesianer handelt, die eine angebotsorientierte, monetaristische Politik schon immer abgelehnt haben. Mich würde eher interessieren, wie Vertreter der Chicagoer Schule oder der Österreichischen Schule die Agenda bewerten. Kritisieren die genauso, ist Grund zur Sorge. Sonst nicht.
27.10.2021 20:15 Uhr
Zitat:
Auf den ersten Blick erscheint das bedenklich, dass Wissenschaftler mit offensichtlicher Kompetenz vor dem finanzpolitischen Programm der FDP warnen. Aber auf den zweiten Blick ist klar, dass es sich hier um linke Ökonomen, um Keynesianer handelt, die eine angebotsorientierte, monetaristische Politik schon immer abgelehnt haben. Mich würde eher interessieren, wie Vertreter der Chicagoer Schule oder der Österreichischen Schule die Agenda bewerten. Kritisieren die genauso, ist Grund zur Sorge. Sonst nicht.

Die nimmt heutzutage keiner mehr ernst. Jedenfalls nicht wissenschaftlich.
27.10.2021 20:20 Uhr
Zitat:
Die nimmt heutzutage keiner mehr ernst. Jedenfalls nicht wissenschaftlich.


Wenn das der Fall wäre, wäre die freie Marktwirtschaft tot.

Gut, ich war auch seit über 10 Jahren nicht mehr in einer wirtschaftswissenschaftlichen Veranstaltung. Aber damals war die Neoklassik eher der Mainstream.

Woran liegt dieser Wandel? Hat die Finanzkrise den Glauben in das Funktionieren freier Märkte so erschüttert? Hat sich durch das Internet und dadurch durch die Vernetzung und das Anwachsen der Transaktionen sowohl in Höhe als auch Frequenz die Struktur so stark geändert?
27.10.2021 20:25 Uhr
Zitat:
Zitat:
Die nimmt heutzutage keiner mehr ernst. Jedenfalls nicht wissenschaftlich.


Wenn das der Fall wäre, wäre die freie Marktwirtschaft tot.

Gut, ich war auch seit über 10 Jahren nicht mehr in einer wirtschaftswissenschaftlichen Veranstaltung. Aber damals war die Neoklassik eher der Mainstream.

Woran liegt dieser Wandel? Hat die Finanzkrise den Glauben in das Funktionieren freier Märkte so erschüttert? Hat sich durch das Internet und dadurch durch die Vernetzung und das Anwachsen der Transaktionen sowohl in Höhe als auch Frequenz die Struktur so stark geändert?

Die Neoklassik ist nicht gleich der Chicagoer Schule oder österreichische Schule. Diese beiden sind Radikalinskis, auch unter Neoklassikern.

Kein normal denkender Neoklassiker hat im letzten halben Jahrhundert solche Positionen vertreten, auch einer wie Sinn nicht, der ja immer wieder - m.E. fälschlicherweise - von Linken als Marktradikaler hingestellt wird. Denen ist allen klar, dass bei Externalitäten eingegriffen werden muss, ebenso, dass die Fiskalpolitik antizyklisch agieren muss, und dass bei Investitionslücken von der Größe des Grand Canyon investiert werden muss.

Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 27.10.2021 20:29 Uhr. Frühere Versionen ansehen
28.10.2021 11:07 Uhr
Joseph Stiglitz hat den Nobelpreis nicht für Haushaltspolitische Forschungen, sondern für seine Arbeit zu asymmetrische Informationen bei Märkten erhalten. Man sollte also nicht so tun, als sei seine Kritik an Lindner nicht ideologischer Natur, sondern mit höheren wissenschaftlichen Weihen ausgestattet.
28.10.2021 11:57 Uhr
Zitat:
Joseph Stiglitz hat den Nobelpreis nicht für Haushaltspolitische Forschungen, sondern für seine Arbeit zu asymmetrische Informationen bei Märkten erhalten. Man sollte also nicht so tun, als sei seine Kritik an Lindner nicht ideologischer Natur, sondern mit höheren wissenschaftlichen Weihen ausgestattet.

Man sollte vor allem seine Argumente durchlesen, bevor man sie als ideologisches Geschwafel abtut. Ideologisches Geschwafel kommt bisher vor allem von seinen Kritikern hier.
28.10.2021 12:03 Uhr
Fassen wir es einfach zusammen: Agent Scully hat recht, alle anderen sind doof und haben keine Ahnung.

Diskussion kann geschlossen werden.
28.10.2021 12:10 Uhr
Und noch ein Nachtrag zum Thema Chicago School und Österreicher. Letztere fristeten schon seit jeher das Dasein von Exoten, die keiner recht ernst nahm - übrigens vor allem Milton Friedman, einer der Hauptvertreter der Chicago School, nicht - weil sie sich stets weigerten, ihre Theorien mathematisch aufzuschreiben und sie einer wissenschaftlichen Prüfung unterziehen zu lassen. Heuristisch daher schwafeln kann nämlich jeder, logische Inkonsistenzen und unausgesprochene Annahmen kommen aber ziemlich schnell heraus, wenn man Theorien in Form von mathematischen Modellen ausformuliert. Eine mathematische Formulierung ist auch Voraussetzung dafür, die Modelle zumindest prinzipiell empirisch testbar zu machen.

Davon hielten die Österreicher ausdrücklich nichts, und deshalb hält umgekehrt die Wissenschaft nicht allzu viel von ihnen. Der einzige, der bei mir im Studium überhaupt explizit auftauchte, war von Böhm-Bawerk, und das auch nur in einer Vorlesung zur Dogmengeschichte.

Die Chicago-Leute hingegen haben zumindest ihre Modelle ausformuliert. Das führte zu den Debatten um die mikroökonomische Fundierung der Makromodelle, und um die Phillips-Kurve in den 70er und frühen 80er Jahren. Das Ergebnis ist bekannt; die Mikrofundierung funktioniert nicht (kann man ausführlich bei Frank Hahn nachlesen) und die Phillipskurven-Debatte hat sich mit dem Verständnis von Hysterese-Effekten und Pfadabhängigkeiten auch erledigt. Die Vorstellung eines "natürlichen Volkseinkommens" (oder überhaupt "natürlicher Größen"), zu dem eine Volkswirtschaft konvergiert, ist einfach völlig obsolet und eher als Religion denn als Wissenschaft zu betrachten.

Diese Meinung wurde zuletzt geändert am 28.10.2021 19:12 Uhr. Frühere Versionen ansehen
28.10.2021 12:20 Uhr
Zitat:
Fassen wir es einfach zusammen: Agent Scully hat recht, alle anderen sind doof und haben keine Ahnung.

Diskussion kann geschlossen werden.

Du entziehst dich doch jeder Diskussion. Ich habe dich gefragt, wie du zu der Aussage kommst, Stiglitz Forderungen seien rein ideologisch begründet. Eine Antwort habe ich nicht erhalten; statt dessen kommt jetzt dieser Null-Beitrag hier.
  GRUENE   IDL   SII, KSP   FPi
  CKP, KDP   UNION   NIP   PsA
  LPP   Volk, Sonstige
Fragenbersicht
Anfang-207 - 26 / 26 Meinungen