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Sprachliches "Gendern" soll Minderheiten einschließen, grenzt aber oft andere Minderheiten aus.
Warst Du Dir dessen bewusst? |
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07.06.2021 10:42 Uhr |
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Zitat:„Geschlechtergerechte Sprache? Ist doch ganz einfach: Ich gendere mit Sternchen, Lesbarkeit ist doch kein Problem und außerdem geht es hier um was viel Wichtigeres, die Geschlechterinklusivität! Da können die Leser:innen ruhig mal kurz irritiert sein, wer das nicht kapiert, ist eben selber schuld…“
Aber stimmt das wirklich? Ist das Gendersternchen die Lösung für alle Texte? Nein. Denn die meisten Arten zu gendern, die mehr als zwei Geschlechter einschließen, sind nicht barrierefrei. Das bedeutet, sie sind Menschen mit einer Behinderung nicht zugänglich – vor allem, wenn diese sehbeeinträchtigt sind, kognitive Einschränkungen oder eine Lernbehinderung haben. Und was dem Diversity-Grundsatz nicht entspricht, ist, zwar eine gesellschaftliche Gruppe einzubeziehen, eine andere damit aber auszuschließen.
Lösbar ist dieses Problem nur durch Kompromisse, denn es gibt bisher keine Art zu gendern, die gleichzeitig alle Geschlechter einschließt und für Menschen mit Behinderung verständlich ist. ...
Quelle: https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/barrierefrei-gendern/ |
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07.06.2021 10:43 Uhr |
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Das mit den Screenreadern war mir grundsätzlich bewusst, ich habe es aber heute erstmals ausprobiert. |
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07.06.2021 10:43 Uhr |
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Eine zweite Möglichkeit des genderns wäre Dolerinnen und Doler. Damit würden die im Hintergrund beschriebenen Schwierigkeiten entfallen. |
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07.06.2021 10:44 Uhr |
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"Kognitiv beeinträchtigte Menschen, Menschen mit Lese-Rechtschreib-Schwächen, Leseanfänger und Menschen, welche unsere Sprache zusätzlich zu ihrer Muttersprache erlernen, sind weitere Beispiele für Gruppen, welche mit verschiedenen Varianten des Genderns ausgegrenzt werden, weil sie ihnen das Lesen und Verstehen von Texten (unnötig?) erschweren."
Gerade das ist eines meiner Argumente, warum ich das sog. "Gendern" für kontraproduktiv halte. |
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07.06.2021 10:48 Uhr |
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Genau zu diesem Thema habe ich diese Woche noch einen Infotermin mit Betroffenen.
Dazu gehören auch Gehörlose, die auf die Gehörlosensprache angewiesen sind. |
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07.06.2021 10:50 Uhr |
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Das ist ein Aspekt. ja. Allerdings bin ich mir relativ sicher, dass das zu großen Teilen ein vorgeschobenes Argument ist. Denn um die Inklusion der vom Gendern wiederum nachteilig Betroffenen scheren sich die meisten, sicher nicht alle, ansonsten doch nicht allzu viel.
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07.06.2021 10:53 Uhr |
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Gendern hat sowieso das große Potential sogar eine große Mehrheit auszuschließen, weil es vor allem ein akademischer Diskurs ist, bei dem viele nicht mehr mitkommen. Sprache ist immer Veränderungen unterworfen, aber so wie kleine Kreise ihre Selbstbeschäftigung versuchen allgemeingültig zu erklären, ist schon schwierig. |
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07.06.2021 10:54 Uhr |
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Ja, war es mir. Bereits beim Binnen-I und ähnlichem habe ich mir die Frage gestellt, wie das wohl auf Menschen wirkt, die mit dem Lesen grundsätzlich Probleme haben. |
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07.06.2021 10:57 Uhr |
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Viele Institutionen, wie z.B. Behörden (www.baua.de) bieten ihre Webseiten in "einfacher Sprache" an, wo die typisch deutschen Schachtelsätze und zusammengesetzten Substantive, durch einfache Formulierungen ersetzt werden. Gendersternchen und ähnliches findet man da nicht, weil es eben die Lesbarkeit erschwert. |
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07.06.2021 10:57 Uhr |
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Wie gehen eigentlich unsere Social Justice Warrior - diesmal ausdrücklich scherzhaft gemeint - damit um, daß sie für ihre Identitätspolitik beispielsweise Menschen mit Behinderungen ausgrenzen?
Hier bei dol ist das nicht so das Problem, weil einige dieser Behinderungen eine Teilnahme eh verhindern würden, da dol2day nicht barrierefrei ist. Aber im "richtigen Leben" ... |
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07.06.2021 11:05 Uhr |
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Zitat:Das ist ein Aspekt. ja. Allerdings bin ich mir relativ sicher, dass das zu großen Teilen ein vorgeschobenes Argument ist. Denn um die Inklusion der vom Gendern wiederum nachteilig Betroffenen scheren sich die meisten, sicher nicht alle, ansonsten doch nicht allzu viel.
M.E. denkst Du da in die falsche Richtung.
Sehr wahrscheinlich schert sich der eine oder andere, welcher gegen Gendersternchen usw. polemisiert, auch nicht um Sehbehinderte und Legastheniker. Da hast Du Recht.
Doch sehe ich tatsächlich den Schwarzen Peter eher bei den Menschen, die sich so äußern, daß große Minderheiten sie nicht verstehen können.
Ich bin heute durch Menschen auf das Thema gekommen, die gendern wollen, denen aber in der entsprechenden Praxis bewusst wurde, wie sehr es ausgrenzt. |
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07.06.2021 11:07 Uhr |
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Zitat:Zitat:Das ist ein Aspekt. ja. Allerdings bin ich mir relativ sicher, dass das zu großen Teilen ein vorgeschobenes Argument ist. Denn um die Inklusion der vom Gendern wiederum nachteilig Betroffenen scheren sich die meisten, sicher nicht alle, ansonsten doch nicht allzu viel.
M.E. denkst Du da in die falsche Richtung.
Sehr wahrscheinlich schert sich der eine oder andere, welcher gegen Gendersternchen usw. polemisiert, auch nicht um Sehbehinderte und Legastheniker. Da hast Du Recht.
Doch sehe ich tatsächlich den Schwarzen Peter eher bei den Menschen, die sich so äußern, daß große Minderheiten sie nicht verstehen können.
Ich bin heute durch Menschen auf das Thema gekommen, die gendern wollen, denen aber in der entsprechenden Praxis bewusst wurde, wie sehr es ausgrenzt.
Also wenn ich mir angucke, jetzt nicht hier, sondern so ganz grundsätzlich, wer jetzt plötzlich für die Rechte von Menschen mit Behinderung einsteht, weil ein Genderstar verwendet wird, dann bin ich mal sehr überrascht.
Würden sich so viele Leute so sehr für die Inklusion einsetzen, hätten wir hier gar keine Probleme mehr.
Ist aber nicht so. Klassischer Pappkamerad.
Ich vertrete in allen Diskussionen zu diesem Thema ja immer, dass ich persönlich das Gendern in Ordnung finde, gelegentlich praktiziere, es für mich in Ordnung ist, wenn man es nicht tut.
Allerdings halte ich diese Gegenargumentation dann teilweise doch für hochgradig unehrlich, um mal freundlich zu bleiben. |
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07.06.2021 11:08 Uhr |
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Ist übrigens ähnlich wie mit Corona und Präsenzunterricht. Politische Akteure, die sich für gute Bildung und vernünftige Ausstattung vorher nie interessiert haben, wurden plötzlich zu Verfechtern einer anständigen Bildungspolitik. So schnell geht's! |
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