Thema: Neue Lektüre: Die Wiederkehr der KlassenNeuer Beitrag
Von: Wandelbar! Sozialist*innen im Internet 21.07.2022 23:01 Uhr
Auch interessant der Text zum Klassenbegriff der Kritischen Theorie, insbesondere von Adorno. Den Begriff "Klassenlose Klassengesellschaft" las ich, glaube ich, zum ersten Mal. Wieder etwas gelernt: fein.
Von: Wandelbar! Sozialist*innen im Internet 13.07.2022 17:01 Uhr
Den Artikel zu Klassen- und Geschlechterverhältnissen durchgelesen, der einen ersten guten Überblick über feministische Erschließung und Ergänzung der marxistischen Theorie in der Vergangenheit und Gegenwart bietet.
Von: Wandelbar! Sozialist*innen im Internet 13.06.2022 07:44 Uhr
Und wieder ein Portiönchen.
Von: Wandelbar! Sozialist*innen im Internet 10.05.2022 14:03 Uhr
Immer noch spannend. Auch wenn ich nur in kleinen Portionen voran komme.
Von: Wandelbar! Sozialist*innen im Internet 11.04.2022 23:21 Uhr
Habe das erste Kapitel angefangen: "Klassen- und Geschlechterverhältnisse: Zur Aktualität feministischer Klassentheorie und -politik"

Interessant, sehr.
Von: Wandelbar! Sozialist*innen im Internet 01.04.2022 08:49 Uhr
Eine neue Publikation der Rosa-Luxemburg-Stiftung erschienen im Campus Verlag, auf der Stiftungsseite als PDF verfügbar, ist hier zu finden:

https://www.rosalux.de/publikation/id/46147/die-wiederkehr-der-klassen

Als Anreger ein paar Zitate aus der Einleitung und das Inhaltverzeichnis:

Lange hieß es, soziologische Klassenbegriffe taugten nicht mehr zur Analyse moderner Gesellschaften und ihrer sozialen (Verteilungs-)Konflikte. Doch seit einiger Zeit ändert sich das wieder: Grund dafür sind die zunehmenden Ungleichheitsverhältnisse durch soziale Polarisierung, ökonomische Entsicherung und die gesellschaftlichen Krisen der vergangenen Dekaden. So nennt, global gesehen, mittlerweile das reichste ein Prozent mehr Besitz sein Eigen als die ärmeren 6,9 Milliarden Menschen auf diesem Planeten (Oxfam 2020). Und diese Polarisierung vertieft sich fortwährend: Allein während der Corona-Pandemie im Jahr 2020 stieg das Vermögen von Milliardär*innen um 12 Prozent an, das der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung sank im selben Zeitraum um 11 Prozent. Auch auf nationaler Ebene finden sich seit geraumer Zeit analoge Entwicklungen (Milanović 2016: 46 ff.; Piketty 2013: 237 ff.). Die Bundesrepublik ist hier keine Ausnahme – davon zeugen neben soziologischen Analysen (Butterwegge 2020; Mayer-Ahuja/Nachtwey 2021) nicht zuletzt journalistische Einblicke in die Arbeits- und Lebensbedingungen der modernen »Working Class« (Friedrichs 2021).

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Die gegenwärtigen historischen, gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Umbrüche lassen sich allerdings mit den Begriffen bislang prägender Paradigmen wie »Individualisierung« oder »Globalisierung« nicht mehr fassen, sondern erfordern unseres Erachtens eine Rückbesinnung auf einen – neu justierten – Klassenbegriff. Denn dass es sich bei den genannten Entwicklungen nicht nur um dramatische Ungleichheits-, sondern um Klassenverhältnisse handelt, ist eine Grundthese der Autor*innen im vorliegenden Band. Diese Ungleichheitsbeziehungen unterscheiden sich dadurch von anderen, dass sich ein kausaler Zusammenhang ausmachen lässt, der das Glück der Starken mit der Not der Schwachen verbindet (Boltanski/Chiapello 2005: 373 ff.).

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Inhalt

Einleitung
Klassen- und Geschlechterverhältnisse: Zur Aktualität feministischer Klassentheorie und -politik
Klasse im Kontext von Rassismus
Der ökologische Gesellschaftskonflikt als Klassenfrage: Konvergenzen, Divergenzen und Wechselwirkungen von Klassen- und Naturverhältnissen
Elemente einer Kritischen Klassentheorie: Der Klassenbegriff in »der« Kritischen Theorie
Neue Unsicherheit – neue Gegenwehr? Die Prekarisierung der Klassenverhältnisse
Klassenverhältnisse in den Peripherien des Weltsystems